MY BABY WANTS TO EAT YOUR PUSSY veröffentlichen nach bald 4 Jahren Bandgeschichte,
unzähligen Preisen und berüchtigten Clubgigs im In‐ und Ausland von Paris bis Toronto endlich ihr
lang ersehntes Debut‐ und Fast‐Doppel‐Album "IGNORANCE & VISION". Was hierin fabriziert wurde ist
ein extravagantes, vielseitiges und aufwendiges Popmusikexperiment, welches vor Ideen und
Melodien nur so strotzt. Die Frage, wie man eine einst als reines Live‐Spektakel verschriene Band
gebührend auf einen Tonträger befördert, hat sich von ganz alleine erledigt.
Neben ihrer neu entdeckten Leidenschaft umfangreiche Alben aufzunehmen, lassen MBWTEYP
ihre Konzerte weiterhin so gekonnt in großes Entertainment ausarten, dass nur die wenigsten
Besucher ohne tiefgehend und bleibend positiven Eindruck nach Hause gehen. Die sechs
Kreativlinge, die sich 2004 um die neue Mannheimer (Pop‐)Schule gründeten, blickten nicht
umsonst schon unüblicherweise vor offizieller Albumveröffentlichung von der Alternastage bei
Rock Am Ring 2007 oder auf dem Les Eurockéennes Festival in Frankreich in mehrere Tausend
glückliche Gesichter. Das mag einerseits an der spektakulären und vielseitigen Musik und ihrer Art
der Darbietung liegen. Hinzu kommen zudem die grotesk individuellen Figuren, die sie auf der
Bühne darstellen. Diese prallen mit all ihrem Talent dermaßen konträr und ungebremst
aufeinander, dass sie fusionieren und auf ihren Konzerten eine artistische Zeitgeist‐Freakshow
erfinden. Sie schaffen ein obskures und sonderbar charismatisches Gemälde, welches Humor und
Tragik, Technik und Trash, Popkultur und Rock ’n’ Roll übermittelt!
Radikal romantisch bis kratzig rau, beatle‐esk poppig bis glamrockig verzaubern MY BABY WANTS
TO EAT YOUR PUSSY auf wahrlich unkonventionelle Art und Weise. Um ihr Genre kann man nur
herumreden. Die Band nutzt alles was die Besetzung (voc male, voc female, bass, drums, guitar,
keys) hergibt. Es scheint, als würde jeder Zuschauer und –hörer seine eigenen Assoziationen für
sich herauslesen und entdecken. Die Meisten einigen sich auf Namen von musikgeschichtlichen
Chamäleons wie David Bowie, Queen und Supertramp oder System Of A Down und die Red Hot
Chili Peppers. MBWTEYPs Anhängerschaft ist in Alter und Szeneherkunft so breit gefächert wie
das Publikum eines Musicals oder eines Zirkus. Eine Vorliebe für Kreativität und Individualität
haben sie allerdings alle gemeinsam.
Wenn Bands auf ihren Webseiten von einer „Mediaworld“ sprechen, erwartet man für
gewöhnlich Hörbeispiele, Music‐Clips oder ein paar Live‐Videos. Wenn MBWTEYP von ihrer Pussy
Media World sprechen, meinen sie damit eine zweite Website auf welcher mehrere Stunden
Video‐, Audio‐, Text‐ und Bildmaterial in Form von TV‐ und Radiosendern und einem eigenen
Magazin zu finden sind. Das besondere daran ist, dass von vorne bis hinten, jeder Radiojingle,
jeder Videoschnitt und jede Hackfleischanimation eigenhändig von MBWTEYP produziert ist. Das
ganze in einer Qualität, die das meiste, was sich momentan Online‐TV oder ‐Radio nennt, in den
Schatten stellt. Remixe, Solosongs, Music‐Clips für andere Bands, die verschiedensten Gäste,
Kurzfilme, Hörspiele ... es erscheint wie ein unerschöpflicher Quell an Ideen. Eine Kreativfabrik
und Kunstwerkstatt, die in ihrer Gesamtheit (wie alles um MBWTEYP) irgendwo zwischen Pop und
Avantgarde schwirrt und mehr als einen Blick wert ist!
Sie spielen ... sie täuschen ... sie verwirren ... sie geben viel, erlauben sich dafür aber auch eine
Menge, was bei ihrem Namen anfängt. Von einem Act mit Ecken und Kanten kann man hier nicht
mehr sprechen. Ihr Mut in allen möglichen Bereichen größenwahnsinnig, an‐ und ungreifbar zu
sein, wirkt schon fast wie ein roter Faden.